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| World Money Fair Berlin 28. bis 30. Januar 2011 Estrel Convention Center |
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Money Fair 2009 Während täglich neue Hiobsmeldungen zur Wirtschaftskrise durch die Medien geistern, war davon bei der World Money Fair in Berlin nichts zu spüren. Knapp 13.000 Besucher im Vergleich zum Vorjahr nochmals eine leichte Steigerung kamen an den drei Tagen ins Messezentrum des Estrel Hotel und Convention Center, Berlin. Auf sie warteten 270 Aussteller aus über 40 Ländern, darunter über 50 Münzstätten von allen fünf Kontinenten. Jeder von der Bauaufsicht genehmigte Quadratzentimeter war belegt. Den vielen weiteren Interessenten blieb nur die Warteliste und die vergebliche Hoffnung auf die Rückgabe eines gebuchten Tisches. Unter den 270 Ausstellern war für jeden Geschmack etwas dabei, gleich ob modernste Prägung oder klassische Numismatik. Die World Money Fair ist mehr als eine normale Münzbörse, sie ist die größte internationale Münzenmesse der Welt. Für den Besucher bedeutet das, dass er hier nicht nur Münzen kaufen, sondern auch den Geldmachern über die Schulter schauen kann. Nur in Berlin ist es möglich, die Männer und Frauen kennenzulernen, die unser Geld herstellen. Nur in Berlin sind die Firmen vertreten, bei denen die Münzstätten ihre Maschinen einkaufen. Hier erhält der Besucher einen Einblick in die Interna der Münzproduktion. Und natürlich kann er auch Münzen kaufen. Endlose Schlangen bildeten sich wieder bei den Händlern, die zum Nennwert die Erstausgabe der 2-Euro-Gedenkmünze Saarland vertrieben. Doch nicht nur dort brummte das Geschäft. Ein Händler stellte fest: Wenn die Finanzkrise so aussieht, möchte ich sie immer haben. Das wollen wir natürlich nicht unterstreichen, aber man hörte von mehreren Seiten, die World Money Fair 2009 sei die beste Messe gewesen, die sie jemals besucht hätten. Auch die Auktion der Osnabrücker Münzenhandlung Fritz Rudolf Künker bestätigte den Trend. Einige Kenner des Münzmarktes hatten im Vorfeld befürchtet, dass die Preise für Münzen im Hochpreissektor leicht sinken könnten. Sie wurden eines Besseren belehrt. Kaum ein Markt ist so gesund wie der Münzenmarkt! 115.000 Euro realisierte zum Beispiel die historisch hoch bedeutende polnische Goldmedaille, die im Jahr 1658 anlässlich der Rückgabe der Stadt Thorn geprägt wurde. Voraussetzung für den Erfolg der World Money Fair war die hervorragende Organisation, die gute Mischung im Programm und bei den Ständen sowie die vielen Besucher, die verstanden haben, dass Sachwerte in einer Finanzkrise die beste Anlage sind. Sie bescherten den Ausstellern und gewiss nicht nur den Bullion-Händlern anstrengende Tage und ein gutes Geschäft. Hinter den Kulissen ist in der Fachwelt die Begeisterung für die World Money Fair ebenfalls ungebrochen. Seit Jahren findet unter großer internationaler Beteiligung das Media Forum statt, bei dem Münzstätten, angeführt vom Gastland Kanada, ihre neuesten Produkte präsentieren. Das Technik Forum, das nur für Fachbesucher zugänglich ist, hat es inzwischen auf rund 200 Besucher gebracht! Auch der amerikanische Verlag Krause Publications ist dabei geblieben, den Coin of the Year-Award, die wichtigste Auszeichnung für moderne Münzen, anlässlich der World Money Fair zu vergeben. Nicht zu vergessen die so genannten Social Events, die vielen Feiern und Abendessen, angeführt vom traditionellen Gala-Dinner, das dieses Jahr in Schloß Charlottenburg stattfand. Die World Money Fair und das Gastland Kanada hatten geladen und rund 200 Gäste kamen, um sich zu unterhalten und der Vergabe des World Money Fair-Award beizuwohnen, der dieses Jahr an Carl Buhr, Präsident des Deutschen Berufsverbands des Münzenfachhandels, geht. Hier wurde auch das Gastland der World Money Fair 2010 verkündet: Südafrika wird nächstes Jahr die Münzstätten anführen, wenn sie sich vom 29. bis zum 31. Januar 2010 wieder im Estrel Hotel und Convention Center zur größten Münzenmesse der Welt treffen, zur World Money Fair. Ein Bericht von Dr. Ursula Kampmann
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